Wissenswertes

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Lehrgangsbescheinigungen im Abfallbereich bleiben vorerst gültig

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Das baden-württembergische Umweltministerium erlaubt Ausnahmen bei der Gültigkeit von Fachkundebescheinigungen, solange es wegen des Coronavirus keine Abfall-Lehrgänge gibt. Die Verordnungen für Entsorgungsfachbetriebe EfbV § 9) und Abfallbeauftragte AbBeaufrV §9) schreiben alle zwei Jahre Fortbildungen vor.  Nach der Verordnung über das Anzeige- und Erlaubnisverfahren für Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen (AbfAEV § 5) sind es sonst drei Jahre.

Schulungsbescheinigungen nach ADR und für Gefahrgutbeauftragte gelten länger

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ADR-Schulungsbescheinigungen, die zwischen dem 1. März und 1. November 2020 ablaufen, behalten ihre Gültigkeit bis zum 30. November 2020. Betroffene Fahrerinnen und Fahrer sollten die Multilaterale Vereinbarung M324 als Kopie im Fahrzeug mitführen. 
Multilaterale Vereinbarung M324 als Download


Ebenfalls behalten Schulungsnachweise von Gefahrgutbeauftragten, die zwischen dem 1. März und 1. November 2020 ablaufen, ihre Gültigkeit bis zum 30. November 2020.

Transportverpackungen infektiöser Abfälle mit Covid-19

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Zum Schutz vor dem Coronavirus hat die Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) eine Allgemeinverfügung für Transportverpackungen medizinischer Abfälle erlassen. Die Verfügung beschreibt die Anforderungen an die Verpackungen wie folgend:

  • UN329 KLINISCHER ABFALL UNSPEZIFIZIERT N.A.G. oder 

  • (BIO)MEDIZINISCHER ABFALL, N.A.G. 6.2. II

Der Transport ist mit  Fahrzeugen oder geschlossenen Containern möglich, Die Abfälle müssen in UN-bauartgeprüften und zugelassenen Kunststoffsäcken verpackt sein.

Allgemeinverfügung des BAM als Download

Gefahrgut

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Die Vorschriften und Richtlinien zum Thema Gefahrgut sind ein Rechtsgebiet, bei dem es bereits seit vielen Jahren grenzüberschreitende Regelungen zur Durchführung gibt. Die ersten Empfehlungen für den Transport gefährlicher Güter wurden von der Expertengruppe „Transport gefährlicher Güter“ des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen im Jahr 1956 veröffentlicht. In Europa haben sich daraus die einzelnen Regelwerke für die verschiendenen Verkehrsträger entwickelt. Das ADR – die internationalen Gefahrgutvorschriften für den Straßenverkehr – wurden bereits im Jahr 1957 beschlossen.

Technische Entwicklungen und das Bestreben, Transporte mit gefährlichen Gütern sicherer zu machen, führen dazu, dass die Vorschriften regelmäßig überarbeitet werden. Dieser ständige Wandel macht es für den Anwender nicht immer ganz einfach, damit Schritt zu halten. Aus diesem Grund versorgen wir Sie hier mit wichtigen Informationen und Arbeitshilfen.

Klaus Hill

Klaus Hill

Innovation und Umwelt
IHK-Zentrale
Position: Fachberater Gefahrgut
Schwerpunkte: Branchenbetreuung: Gefahrgut, Prüfungen: Gefahrgutfahrer, Gefahrgutbeauftragten, Seminare: Abfallwirtschaft und Entsorgung, Gefahrgut und Ladungssicherung
Telefon: 07121 201-326
Fax: 07121 201-4326
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